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Mein Perspektivenwechsel in Bezug auf das Leben im Wohlstand 0

Sunrise Over the Grand Floridian

Was hält mich davon ab, ein reicher Mann zu sein?

Viele Jahre habe ich Reichtum als etwas negatives angesehen. Nicht unbedingt, weil ich mich als Bonze bezeichnet hätte, sondern weil ich im Glauben war, dass Materialismus und Reichtum nicht zum Glück führen, sondern mich schlimmstenfalls sogar davon ablenken könnten, den Moment selbst zu genießen und mich stattdessen in einer Konsumsucht zu verrennen. Natürlich sehe ich heute ein, dass das eine sehr eingeschränkte Perspektive auf Wohlstand ist. In den letzten Monaten habe ich mich und meine Glaubenssätze, also die Gedanken die ich täglich über die verschiedensten Themen denke, radikal verändert. Ich wurde positiver. Ich gebe mir Mühe, stets die positiven Aspekte hervorzuheben und meine Emotionen auf einer höheren Ebene zu halten. Kurz: Die Situation so sehen, dass ich mich besser fühle und viel eher auf Lösungen komme.

Viele Lebensbereiche haben einen Aufstieg meiner Glaubenssätze und Emotionen in positive Level erlebt, bloß beim Thema Geld verblieb ich relativ konstant auf einer Ebene. Das habe ich gar nicht mal bewusst getan, aber die alten Gewohnheiten über Reichtum zu denken waren so tief verankert, dass ich sie bewusst gar nicht wahrnahm und gleichzeitig zu wenig tat, um meinem Unterbewusstsein neue Glaubenssätze vorzustellen.

Jetzt habe ich jedoch gestern, nach guten Gesprächen mit Freunden und sehr guter Laune, eine neue Einsicht erlangen können. Mir wurde klar, wie ich mir das Leben als reicher Mensch vorstellte und mit was für negativen Gefühlen ich es verbinde. Mein Hirn ist klug genug, um mich davor zu bewahren, Dinge zu erreichen, die mich im Endeffekt unglücklich machen würden! Dafür bin ich dankbar! Doch hat es in diesem Fall keinen Sinn gemacht, weil meine Ängste und Befürchtungen total banal sind und nicht meiner neuen Realität entsprechen.

falsche Sicherheit zu guten Zeiten 0

Ich habe mir die letzten Tage wieder Gedanken über ein alt bekanntes Problem gemacht, welches mich und sicherlich sehr sehr viele von euch schon das ganze Leben lang begleitet. Es hängt zusammen mit Motivation, mit der Suche nach dem Sinn einer Tätigkeit sowie mit dem Druck der Gesellschaft sich anzupassen.

“Falls die Sehnsucht nach Signifikanz zu schlechten Zeiten größer ist, als zu guten Zeiten, besteht die Gefahr, dass die Zufriedenheit, welche zu guten Zeiten in erhöhtem Maße vorhanden ist, sich zu einer falschen Sicherheit entwickeln kann. Somit würden viele Anstrengungen, welche mir ein gewisses Maß an Momentum verschafften, in guten Zeiten einfach im Sand verlaufen.”

Mir geht es hier darum, dass unsere Motivation in Zeiten von hoher Zufriedenheit rapide sinkt, wenn sie nur darauf basiert, negative Zustände zu verändern. Gleichzeitig steigt sie wieder, wenn die Zufriedenheit schwindet und der negative Zustand wieder in den Vordergrund tritt. Das paradoxe an der Situation ist, dass die Motivation die positive Situation zu erschaffen (und zu halten) nur solange da ist, solange die negative Situation im Vordergrund herrscht. Kurz gesagt bedeutet das, dass es keinen positiven Zustand ohne die Gegenwärtigkeit des negativen Zustandes geben kann. Scheiße, oder?!

Somit stelle ich fest:

 ”Es gibt keinen positiven Zustand, ohne die Gegenwärtigkeit des negativen Zustandes bei einer Weg-von-Motivation.”

und deshalb behaupte ich, dass die Weg-von-Motivation kein nützliches Mittel zur Verbesserung der Lebensumstände ist, weil sie stets von der Präsenz der negativen Lebensumstände abhängig ist.

Die Last der guten Vorsätze 1

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es wird wieder Zeit, sich neue Vorsätze zu suchen. Doch einigen von uns fällt dies schwer, da uns große Ziele vor unserem inneren Auge mehr Angst machen, als wir uns vielleicht eingestehen wollen. Statt zu motivieren, schrecken sie eher ab. Falls du das kennst, dann bist du ganz sicher nicht allein damit.

Es gibt Zeiten, in welchen große Ziele einen guten Sinn ergeben. Aber genauso gibt es Zeiten, in welchen wir uns nur vorsichtig nach vorne bewegen sollten. Stellen wir uns vor, wie wir auf einem dünnen Balken balancieren. Dieser Balken ist unser Lebensweg. Fallen wir, sterben wir zwar nicht, doch kommen unnötigerweise für eine längere Zeit von unserem Weg ab und müssen erst wieder darauf zurück finden.

Unser Ziel setzt uns etwas unter Druck und je größer unser Ziel ist, desto schwerer wird es uns fallen, unseren Weg zu gehen ohne zu fallen. Deshalb gibt es Momente im Leben, in denen wir eher kleine Schritte mit dem Blick vor die Füße gehen müssen, statt nach vorne zu rennen. Veränderungen passieren über Zeit. Setzten wir uns für 2011 ein Ziel, unter dessen Last wir nicht zusammen brechen. Ein leicht zu erreichendes Ziel verleiht uns mehr Kraft, sodass wir stärker werden und größere Ziele tragen können.

Falls ihr Kraft besitzt, setzt euch ein großes Ziel.
Für die vorsichtigen unter uns, lasst uns klein anfangen. :)

Einen guten Rutsch ins neue Jahr! :)