Ich bin ein Mensch, der in einem Umfeld aufgewachsen ist, welches vor allem nach finanzieller Sicherheit strebt. Das bedeutet, dass es von Bedeutung ist, sich für die Zukunft abzusichern und seine beruflichen Ziele deshalb nach diesem Kriterium zu richten. Persönliche Vorlieben und Wünsche müssen hinten angestellt werden, wenn keine guten Kompromisse geschlossen werden können. Dies ist ein völlig valider Weg, den ich nicht kritisieren möchte, weil er für viele Menschen funktioniert. Jedoch ist er kein Weg, den ich mir persönlich ausgesucht hätte.
Das Leben ist für mich ein Spiel. Ein Spiel ums Leben selbst, bei dem es jedoch keine Sicherheit gibt, dass wir den morgigen Tag erleben werden. Die Sicherheit ist somit kein realer Wert, den wir messen können, sondern stets nur ein Gefühl in unserem Innern, nach welchem wir uns richten. (Oder kann mir jemand von euch sagen, worin der Unterschied zwischen dem Gefühl, dass wir bei Option A eine Chance von 72,5% zu überleben und bei Option B eine Chance von 67,3% zu überleben haben, liegt?)
Ich will auf folgendes hinaus: Sicherheit ist ein innerer Zustand, ein Gefühl..
Ein ist ein Gedankenkonstrukt. Ein Mindset.
Deshalb entscheide ich mich dazu, mir die Sicherheit durch das Vertrauen in mich selbst und meine Fähigkeiten aufzubauen, statt sie von äußeren Einflüssen abhängig zu machen. Ich akzeptiere die gängige Methode der Gesellschaft, wähle aber meinen eigenen Weg, ohne ihn als den Einzigen anzupreisen.
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- 14. April 2011 – 23:11
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- By Michael
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Es gibt Momente im Leben, da realisiere ich aufs Neue, dass es im Leben letzten Endes nur um eines geht. Darum, wie wir uns fühlen – jetzt fühlen. Deshalb wundere ich mich auch aufs Neue, dass es in der Schule kein Fach gibt, welches einem die Beherrschung der eigenen Emotionen beibringen mag. Doch schweife ich nicht zur Kritik unseres Schulsystems ab, sondern überlege weiter, dass ich meine Gedanken besser kontrollieren lernen könnte. Denn diese beeinflussen meine Gefühle sehr stark. Gleichzeitig gibt es ja NLP Techniken (Ankern, etc.) die gewisse Gemütszustände auf Knopfdruck hervorrufbar machen sollen. Das ist alles Theorie und von mir selbst nur ansatzweise erfahren.
Aber wenn ich mir vorstelle, dass es möglich sein sollte, seine Emotionen bewusst wählen zu können, ergreift mich für den kurzen Moment die Angst, ich würde nur noch in meiner eigenen emotionalen Traumwelt leben, ohne dass eine Interaktion mit meiner Umwelt stattfinden würde. Im nächsten Moment jedoch realisiere ich, dass dies ja gar nicht möglich wäre. Wir reagieren immer auf unsere Umwelt und müssen schon einen riesigen Aufwand betreiben, um zen-gleich neutral zu bleiben, wenn es um uns herum rasant hergeht.
Stattdessen kann die erste Reaktion ruhig emotional sein. Ich mein, dass sie mir sogar mehr dient als mich stört! Schließlich macht dies das Leben aus: das Erleben der Umwelt und der Umstände. Aber wenn mir eine Reaktion nicht gefällt, kann ich die erste Reaktion meines Ichs zur Kenntnis nehmen und die Emotionen dann wieder umlenken, oder nicht?
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- 9. Februar 2011 – 07:28
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- By Michael
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Ich habe mir die letzten Tage wieder Gedanken über ein alt bekanntes Problem gemacht, welches mich und sicherlich sehr sehr viele von euch schon das ganze Leben lang begleitet. Es hängt zusammen mit Motivation, mit der Suche nach dem Sinn einer Tätigkeit sowie mit dem Druck der Gesellschaft sich anzupassen.
“Falls die Sehnsucht nach Signifikanz zu schlechten Zeiten größer ist, als zu guten Zeiten, besteht die Gefahr, dass die Zufriedenheit, welche zu guten Zeiten in erhöhtem Maße vorhanden ist, sich zu einer falschen Sicherheit entwickeln kann. Somit würden viele Anstrengungen, welche mir ein gewisses Maß an Momentum verschafften, in guten Zeiten einfach im Sand verlaufen.”
Mir geht es hier darum, dass unsere Motivation in Zeiten von hoher Zufriedenheit rapide sinkt, wenn sie nur darauf basiert, negative Zustände zu verändern. Gleichzeitig steigt sie wieder, wenn die Zufriedenheit schwindet und der negative Zustand wieder in den Vordergrund tritt. Das paradoxe an der Situation ist, dass die Motivation die positive Situation zu erschaffen (und zu halten) nur solange da ist, solange die negative Situation im Vordergrund herrscht. Kurz gesagt bedeutet das, dass es keinen positiven Zustand ohne die Gegenwärtigkeit des negativen Zustandes geben kann. Scheiße, oder?!
Somit stelle ich fest:
”Es gibt keinen positiven Zustand, ohne die Gegenwärtigkeit des negativen Zustandes bei einer Weg-von-Motivation.”
und deshalb behaupte ich, dass die Weg-von-Motivation kein nützliches Mittel zur Verbesserung der Lebensumstände ist, weil sie stets von der Präsenz der negativen Lebensumstände abhängig ist.
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- 24. Januar 2011 – 14:03
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- By Michael
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