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Tu’s nicht ohne Liebe 0

“Ich habe keine Disziplin der Kunst, wie du deine Musik, mit welcher ich mich nach außen hin profilieren kann, weil ich es so gut beherrsche.” sprach ich zu ihr, nachdem sie mir ihren Facebook Band Fanpage Link geschickt hatte und darum bat, dass ich die Seite like.

Sie meinte nur kurz und knapp: Versuch’s doch mal mit malen.
Aber warum denn nicht? Warum muss ich denn stets und immer versuchen, etwas zur Exzellenz und Perfektion hin zu beherrschen, nur damit ich der Welt zeigen kann, dass ich mich dazu getrieben und gezwungen habe, es lang genug zu üben, dass es ihren Standards genügte? Wieso der Zwang und die Bedürftigkeit? Warum sollte ich es nicht mal mit Malen versuchen? Genau, eine neue Disziplin, welche ich bisher fast gar nicht beherrsche. Aber warum auch nicht? Ich meine: Ich kann etwas rappen, ich kann etwas schreiben, ich kann ganz bisschen Fotografieren, ich kann etwas Klavier spielen, ich kann ganz etwas Spanisch, ich hab ein Buch angefangen. Aber ich habe noch nichts gemalt? Ey, nur aus Zwang zur Perfektion und dem Bedürfnis nach Anerkennung sollte ich mir eine neue, tolle Erfahrung vorenthalten? So ein Quatsch! Das wäre doch kein Leben mehr!

Ich kann stolz sein auf meine unfertigen Projekte. Ich kann stolz drauf sein, was ich schon alles ausprobiert habe. Ich kann stolz drauf sein, dass ich mich aus Verzweiflung nicht an einzelne Disziplinen kralle, sondern frei auswählen kann, wonach mir ist.

Charlie Chaplin – Als ich mich selbst zu lieben begann 4

Als ich mich selbst zu lieben begann
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden,
dass ich immer und bei jeder
gelegenheit,
zur richtigen zeit am richtigen ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
heute weiß ich: das nennt man
`VERTRAUEN`.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen,
das emotionaler schmerz und leid
nur warnung für mich sind,
gegen meine eigene wahrheit zu leben.
Heute weiß ich, das nennt man
ÀUTHENTISCH-SEIN`.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich nach einem anderen leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum
eine aufforderung zum wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man `REIFE`.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich meiner freien zeit zu berauben
und ich habe aufgehört,
weiter grandiose projekte für die zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mit spaß
Und freude bereitet,
was ich liebe und mein herz zum lachen
bringt,
auf meine eigene art und weise und in
meinem tempo.
Heute weiß ich, das nennt man
ÈHRLICHKEIT`.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit,
was nicht gesund für mich war,
von speisen, menschen, dingen,
situationen
und von allem, das mich immer wieder
hinunterzog,
weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das `gesunden
Egoismus`,
aber heute weiß ich, das ist
`SELBSTLIEBE`.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt,
das nennt man `DEMUT`.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert,
weiter in der vergangenheit zu leben
und mich um meine zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur mehr in diesem
Augenblick,
wo ALLES stattfindet.
So lebe ich heute jeden tag und nenne
Es `BEWUSSTHEIT`.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich,
dass mein denken armselig und krank
mach kann,
als ich jedoch meine herzenskräfte
anforderte,
bekam der verstand einen wichtigen
partner.
Diese verbindung nenne ich heute
`HERZENSWEISHEIT`.
Wir brauchen uns nicht weiter vor
Auseinandersetzungen,
konflikten und problemen mit uns selbst
und anderen zu fürchten,
denn sogar sterne knallen machmal
aufeinander
und es entstehen neue welten.
Heute weiß ich, DAS IST DAS LEBEN!
(charlie chaplin an seinem 70. geburtstag am 16. april 1959)