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Nur Eines ist sicher – dein Tod 0

Heute schickte mir mein guter Freund Raúl folgenden Ausschnitt aus einem Zeitungsartikel (Danke dafür):

Ein Kolumbianer hat während eines Telefongesprächs den Tod seiner Freundin an Bord eines Busses, der von einer Schlammlawine in einen Fluss gerissenen wurde, mitverfolgen müssen. “Sie sagte mir, dass die Wassermassen immer höher kämen und den Bus mitreißen würden. Sie schrie noch: ‘Mein Geliebter, ich liebe Dich’”, dann sei die Telefonverbindung abgerissen, zitierte die Zeitung “El Tiempo” den jungen Polizisten José Gómez Pinzón. Der 19-Jährige wartete verzweifelt vor dem Krankenhaus der Stadt Manizales, um seine Freundin, die 18-jährige Studentin Lizeth Hernández Ortiz, zu identifizieren.
Diese Frau ist heute Tod. Sie wusste am Tag zuvor nicht, dass sie sterben würde. Genauso wissen wir nicht, ob wir Morgen den Tag überleben werden. Dies soll uns keine Angst machen, sondern eher darauf aufmerksam werden lassen, wie wir unseren heutigen Tag verbringen. Genießen wir unsere Zeit oder hetzen wir uns für die Zukunft ab? Was sind unsere Prioritäten?
Dieser Frau brachte es nichts, dass sie einen zukunftssicheren Job hatte. Dieser Frau brachte es nichts, dass ihre Nachbarn sie für eine ehrliche, gütige und höfliche Frau hielten. Dieser Frau brachte es nichts, dass sie es ihren Eltern recht machen konnte. Sie ist alleine gestorben, hat ihren letzten Moment zwischen den anderen Bus Insassen mit sich selber verbracht und auf ihr Leben zurück geschaut. Wir werden nie wissen, was sie gefühlt hat. Vielleicht war sie stolz darauf, bis zum letzten Moment ein gutes Bild abgegeben zu haben. Vielleicht war sie glücklich darüber, was sie in ihrem Leben bereits erreicht hatte. Ich wünsche es ihr aus ganzem Herzen.
Doch wären wir selbst auch glücklich über das Leben, welches wir gerade führen? Oder würden wir es bereuen, etwas nicht getan zu haben? Nicht anders gelebt zu haben? Diese Frage sollte sich jeder von uns stellen. Wer sich sicher ist, dass er zufrieden sterben würde, tut alles richtig. Doch wer daran zweifelt, verpasst möglicherweise sein wahres Leben.
Im Angesicht des Todes werden alle Entscheidungen auf ihre Essenz reduziert. Alle Vor- und Nachteile werden auf ein Minimum reduziert und gleichgestellt. Es zählt nur noch, was einen im Nachhinein am meisten glücklich machte. Es zählt nur noch das Erlebte selbst.
Deshalb möchte ich heute darüber nachdenken, ob ich Morgen im Angesicht des Todes zufrieden mit meiner aktuellen Lebensweise wäre. Fällt mir etwas besseres ein, werde ich etwas ändern.

Wirst du etwas ändern?

wahre Sicherheit ist unabhängig 0

Ich bin ein Mensch, der in einem Umfeld aufgewachsen ist, welches vor allem nach finanzieller Sicherheit strebt. Das bedeutet, dass es von Bedeutung ist, sich für die Zukunft abzusichern und seine beruflichen Ziele deshalb nach diesem Kriterium zu richten. Persönliche Vorlieben und Wünsche müssen hinten angestellt werden, wenn keine guten Kompromisse geschlossen werden können. Dies ist ein völlig valider Weg, den ich nicht kritisieren möchte, weil er für viele Menschen funktioniert. Jedoch ist er kein Weg, den ich mir persönlich ausgesucht hätte.

Das Leben ist für mich ein Spiel. Ein Spiel ums Leben selbst, bei dem es jedoch keine Sicherheit gibt, dass wir den morgigen Tag erleben werden. Die Sicherheit ist somit kein realer Wert, den wir messen können, sondern stets nur ein Gefühl in unserem Innern, nach welchem wir uns richten. (Oder kann mir jemand von euch sagen, worin der Unterschied zwischen dem Gefühl, dass wir bei Option A eine Chance von 72,5% zu überleben und bei Option B eine Chance von 67,3% zu überleben haben, liegt?)

Ich will auf folgendes hinaus: Sicherheit ist ein innerer Zustand, ein Gefühl..
Ein ist ein Gedankenkonstrukt. Ein Mindset.
Deshalb entscheide ich mich dazu, mir die Sicherheit durch das Vertrauen in mich selbst und meine Fähigkeiten aufzubauen, statt sie von äußeren Einflüssen abhängig zu machen. Ich akzeptiere die gängige Methode der Gesellschaft, wähle aber meinen eigenen Weg, ohne ihn als den Einzigen anzupreisen.

Warum wir wirklich träumen sollten 3

geschrieben von Micha. Folge mir bei Twitter.
In der heutigen Zeit werden wir immer und überall dazu angetrieben, einen Traum oder ein Ziel zu haben. Die Persönlichkeitsentwicklung spricht ständig davon, sich Ziele zu setzen. Menschen ohne Ziele sind unbewusste Menschen, minderwertig, schwach oder bemitleidenswert. So wird es uns jedenfalls verkauft. Wir sollen immer in Richtung unserer Ziele blicken können, um vorwärts zu gehen. Ohne Ziele gibt es keinen Fortschritt. Ohne Ziele gibt es keine Veränderungen. Wir wollen bloß kein Stillstand, denn Bewegung sei Leben.

Doch wieso solltest gerade du wieder anfangen zu träumen, wie du es vielleicht als kleines Kind noch oft getan hast? Ich sage, du sollst wieder träumen wegen der Hoffnung und der Sicherheit. Träume geben uns etwas, woran wir uns festhalten können. Sie geben uns Hoffnung für die Zukunft. Sie geben uns die Sicherheit, dass es immer etwas gibt, wofür es sich lohnt weiter zu kämpfen. Träume sind eine Abwandlung der inneren Sicherheit. Du weißt, dass du deinen Traum erreichen kannst und somit Hoffnung daraus ziehen kannst, deine jetzige Situation zu verbessern. Träume setzen Energie frei. Träume machen heute glücklich. Träume entfesseln schlummernde Kräfte. Träume sind der Stoff aus dem die Zukunft gewebt wird. Bitte träume wieder.

Träume, damit du einen Grund zu leben hast. Denn ein Leben ohne Träume gleicht dem Tod.

und was ist mit dir? Träumst du?