Ich möchte eine persönliche Erfahrung mit euch teilen, wie ich eine depressive Phase in meinem Leben durchlebt habe und was ich daraus lernen konnte. Damit können wir alle in Zukunft unnötigen Fehlern vorbeugen.
Ich habe im Jahr 2010 einige Wochen in einem depressiven Zustand gelebt. Dabei hat meine negative Art zu denken meine Emotionen und Weltansicht genährt, welche wiederrum neue negative Gedanken produzierten. Als ich mich nach ein paar Wochen aus diesem Loch herausgebuddelt hatte, habe ich versucht die Situation zu reflektieren und den Grund für diese Mini-Depression zu finden. Auch wenn es viele Auslöser und Gründe dafür gegeben haben könnte, stach mir doch ein Aspekt besonders ins Auge: Mir fehlte ein leidenschaftlicher Traum für meine Zukunft.
Ich hatte die Schule beendet und war für einige Monate in die Freiheit gelassen worden, bevor ich meinen Zivildienst antreten wollte. Zu Beginn war das Gefühl der Erleichterung groß, doch schlich sich bereits in den ersten Tagen eine negative Grundstimmung in mein Gefühl. Ich verspürte wieder den sozialen und meinen persönlichen Druck, etwas bedeutsames mit meinem Leben anzustellen. Seit Jahren wünschte ich mir, einen großen Einfluss auf Andere zu haben und etwas bewegen zu können. Ich wollte außerdem etwas tun, was mich erfüllte und mir Freude bereitete, anstatt nur um des Geldes Willen zu arbeiten. Das Verlangen nach zielgerichteter Arbeit war also groß, doch fehlte das Ziel selbst.
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